Gerti Windhuber

Webansichten

Wie die Interessen der Kontakte bei Xing und Facebook doch auseinander laufen…

Diese spannende Grafik habe ich im Graffiti-Blog gefunden. Ich denke, dass es bei meinen Kontakten auf Xing und Facebook ähnlich große Differenzen gäbe, auch wenn die Themen an sich etwas anders gelagert wären. Das kann verschiedene Gründe haben:

Zum einen decken sich die Kontakte auf beiden Plattformen nicht zu 100 Prozent. Ich habe ja mal versucht, Xing für Businesskontakte und Facebook für private Kontakte zu nutzen, was gleich mal gründlich schief gegangen ist.

So ist Xing seit der Entdeckung verschiedener Gruppen mehr und mehr auch zum Organisator meiner Freizeit geworden, weil es so schön einfach ist: die Einladungen flattern in den virtuellen Briefkasten und man braucht nur rechtzeitig „hier“ zu rufen. Die Events selber sind dann meist so professionell organisiert und man trifft jede Menge interessanter Menschen, die auch einfach nur Spaß haben. Da hat sich schon so mancher Geschäftskontakt zum Privatkontakt verwandelt. Und da spricht ja nichts dagegen: heutzutage verschmelzen Job und Privatleben ohnehin immer mehr. Auf der anderen Seite will man vielleicht nicht unbedingt, dass das komplette Privatleben ins Büro weitergetragen wird. Zumindest mir geht es so, dass ich gerne noch eine gewisse nicht öffentliche Rückzugsmöglichkeit brauche. Die gibt es aber nach wie vor, weil ja zum Glück nicht alle gleich Internet affin sind und ich immer noch die Freiheit besitze, einfach nichts über meine Aktivitäten im Internet zu veröffentlichen.

Inzwischen ist aus beidem ein Mischmasch geworden und ein geschickter Profiler könnte bei genauerem Hinsehen Rückschlüsse auf den Erstkontakt ziehen. Aber ist das wirklichso  interessant für Außenstehende und sollte man versuchen, diese Verbindung geheim zu halten? Es lässt höchtens das Fazit zu, dass ich kein Kontaktsammler bin und mit den meisten meiner virutellen Freunde auch schon offline mehr als zwei Sätze gewechselt habe. Insofern eher unkritisch.

Vielleicht sollte ich mal einen Vergleich der Profile meiner Kontakte ziehen, die auf beiden Plattformen vertreten sind und entsprechende Graftiken erstellen… Das wäre sicher auch aufschlussreich!

Zum anderen würde ich jetzt einfach mal ins Blaue hinein annehmen – ohne das im einzelnen überprüft zu haben – dass so mancher genau wie ich versucht hat, private Kontakte und geschäftliche zu trennen und deshalb auf Xing andere Interessen in den Mittelpunkt gestellt hat als auf Facebook.

Ich wünsche Dir Zeit!

zum Geburtstag habe ich ein Gedicht geschenkt bekommen, das sehr tief blicken lässt. Und damit ich mich immer daran erinnere und mich vielleicht auch manchmal daran halte, schreibe ich es hier auf:

Ich wünsche Dir nicht alle möglichen Gaben
Ich wünsche Dir nur, was die meisten nicht haben
Ich wünsche Dir Zeit, Dich zu freun und zu lachen
und wenn Du sie nützt, kannst Du etwas draus machen.

Ich wünsche Dir Zeit für Dein Tun und Dein Denken
nicht nru für Dich selbst, sondern auch zum Verschenken
Ich wünsche Dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche Dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben
Ich wünsche, sie möge Dir übrigbleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrauen
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schauen.

Ich wünsche Dir Zeit, nach den Sternen zu greifen
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen
Ich wünsche Dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche Dir Zeit, zu Dir selber zu finden
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden
Ich wünsche Dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben
Ich wünsche Dir: Zeit zu haben zum Leben!

von Elli Michler

Woran merkt man, dass der Sommer endgültig vorbei ist?

Eigentlich weiß ich es ja, aber trotzdem trifft mich immer wieder fast der Schlag, wenn ich Anfang September in den Supermarkt komme und dort die Weihnachtsmänner, Lebkuchen und Christstollen in die Regale geräumt werden. So ging es mir auch heute wieder.

Als ob es nicht reichen würde, dass es nachts bereits lausig kalt ist, jetzt läutet auch die Lebensmittelindustrie bereits die Vorweihnachtszeit ein. Eigentlich sollte man den Konsumzwang noch boykottieren und aus purem Trotz nochmal eine Party mit Caipirinha und aufgeschüttetem Sand feiern…

Google Instant Suche – ein Hype wird genauer unter die Lupe genommen

Google stellt mit Instant die neue Suche vor. Instant funktioniert „nur“ auf der Google Website, nicht in den Toolbars oder ähnlichen Features und kann auch deaktiviert werden. Reicht die Wer mit Google Instant sucht, erhält Ergebnisse in Echtzeit und Vorschläge für entsprechende Suchstrings. Berücksichtigt werden bei den Vorschlägen auch die Suchvorlieben der Nutzer und deren Standort. Darüber hinaus konzentrieren sich die Vorschläge auf besonders beliebte Keywords.

Für die Nutzer ist das Tool jedenfalls sehr praktisch: ich gebe Wetter ein und erhalte als erstes Ergebnis das Wetter für München. Bei Flug = Flughafen München und auch die Anzeigen sind entsprechend für Flughafen München Reisen, Mietwagen München, München Flüge etc.

Die Vorauswahl bedient sich eines Wortfilters, um unerwünschte Inhalte nicht weiter zu pushen, so bleibt die Seite bei „fic“ leer, erst wenn man einen weiteren Buchstaben eingibt, erscheint z.B. „fiction“. Und auch die Suche nach dem Mathematiker Slutsky muss extra bestätigt werden. Bleibt die Frage: ist das ein Bug oder ein Feature?

Wer bisher eher im Long Tail gesucht hat – also Suchen aus 3 oder mehr Worten verwendete, wird jetzt sicher beim Tippen sparen wollen und die vorgegebenen Suchbegriffe verwenden, wenn sie halbwegs passend sind.

Für SEO bedeutet die Instant Suche, dass es noch wichtiger wird, ganz oben in den Suchergebnissen zu erscheinen, weil die Nutzer stärker abgelenkt werden. Dies ist für einige Begriffe jedoch fast unmöglich. Oder man konzentriert sich auf andere Bereiche: die Bild- oder Videosuche, Google-Maps, Site-Links etc. sind einige Möglichkeiten.

Problematik bei Google Adwords: wie werden die Views gewertet, die teilweise nur für Sekunden zu sehen sind? Google will daher nur die Einblendungen zählen, die länger als 3 Sekunden angezeigt werden. Bezahlt wird weiterhin ausschließlich für Klicks. Der Wert der Annoncen auf den beliebten Keywords wird zunehmen und um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen die Bids entsprechend angepasst werden.

Außerdem gibt es Mutmaßungen, dass Google mittelfristig plant, auch die Vorschlagskeywords analog zu Twitter zu vermarkten. Macht aus meiner Sicht Sinn, denn Google ist ja auch nicht die Wohlfahrt, sondern will Geld verdienen.

Insgesamt wird es für die Suchenden aber auch für die gefundenen weniger Streuverlust geben, denn wenn beim Eintippen unpassende Ergebnisse angezeigt werden, verfeinert der Nutzer, bevor er lange klickt.

Fußball und Tango – wer sagt, dass das nicht zusammenpasst?

Folgendes Video hat vor ein paar Tagen jemand auf Facebook geposted mit dem Kommentar „bisher dachte ich immer tanzen und fußball vertragen sich nicht. echt super clip“.

Dem kann ich mich eigentlich nur anschließen. Ich gehöre ja eher zur bedrohten Spezies, die beides gut findet, aber ich merke auch, dass man damit weder bei den Tänzern noch bei den Fußballfans groß rauskommt. Aber dieser Film spricht ganz sicher beide Zielgruppen an und ist schon deshalb und wegen des integrativen Charakters wert, dass man ihn weiterverbreitet, was ich hiermit gerne tue.

Datenschutz nochmal durch die Google-Streetview Debatte inspiriert

Thomas Fischermann hat in der ZEIT einen amüsant zu lesenden Artikel geschrieben. Ego-Googeln nennt man das und eigentlich ist es auch für jeden Blogger total selbstverständlich, dass er seinen Namen ab und zu mal durch Google jagt. Und wenn man es richtig anfängt, sollte das Ergebnis eigentlich weder Panik-Attacken noch Schwindelanfälle hervorrufen.

Bei Facebook hat Herr F. ja bereits einiges richtig gemacht, nämlich sein Profil nicht für die gesamte Menschheit freigegeben. Und wenn Bedenken bezüglich des Passworts bestehen, sollte man auch hier einfach nichts posten, was nicht für fremde Augen und Ohren bestimmt ist. Eine entsprechende Möglichkeit gibt es im übrigen auch für Amazon. Enthält der Wunschzettel wie bei mir Produkte, die zu falschen Rückschlüssen führen könnten und benutzt man ihn lediglich als persönliche Gedankenstütze, sollte er nicht freigegeben sein.

Jugendsünden? Da hilft nur eines: Augen zu und durch. Nach und nach sollte es sich auch bei hartgesottenen Personalern durchsetzen, dass ideale Bewerber nicht immer einen makellosen Lebenslauf haben. Spezialisten und Individualisten zeichnen sich durch Macken, Ecken und Kanten aus. Wer das nicht einsieht, läuft Gefahr, die besten Kandidaten erst gar nicht zu berücksichtigen. Und mal ehrlich: wer will wirklich für einen Arbeitgeber tätig werden, für den man sich allzu sehr verbiegen muss?

Facebook will uns doch nur kennen lernen

Im Normalfall halte ich es nicht unreflektiert mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern, aber ab und zu haben die wirklich Inhalte, die man niemandem vorenthalten sollte. So zum Beispiel im folgenden Video:

Obwohl ich durchaus ein Verfechter von Sozialen Netzwerken bin und den Nutzen dahinter erkenne, schließe ich meine Augen nicht vor den Gefahren. Ich nutze die Möglichkeiten, meine Daten und die meiner Freunde so gut wie möglich zu schützen. Der allerbeste Schutz ist aber immer noch, vor dem Veröffentlichen im Internet gut nachzudenken und erst dann „publish“ zu klicken, wenn es wirklich jeder sehen darf.

Private Nachrichten, Bilder und Videos sollten nach wie vor privat bleiben.

Eva Hermann: Ohne Worte

Während man überall Fassungslosigkeit, Bestürzung, Mitgefühl und Empathie für die Kathastrophe in Duisburg liest, ist es mal wieder Eva Hermann, die sich eine geschmacklose verbale Entgleisung leistet: Eva Hermanns Pamphlet zum Love-Parade Unglück in Duisburg hat mir den Atem stocken lassen und – was selten vorkommt – mir fehlen tatsächlich die Worte!

Wie kann sich jemand Journalist nennen und so überhaupt nicht nach den Grundsätzen des Berufsethos handeln? Unabhängiger Standpunkt – Fehlanzeige. Hintergründe soll der Artikel angeblich liefern, was einen stattdessen erwarten, ist schlimmste Polemik. Wer gerne feiert und eine bestimmte Musikrichtung hört, muss doch nicht automatisch Drogen konsumieren. Hand aufs Herz, Frau Hermann, gibt es von Ihnen keinen Schnappschuss der aussieht als ob Sie eine Nacht durchzecht hätten, obwohl Sie einfach nur in einen Gewitterschauer geraten sind? Dann herzlichen Glückwunsch… Professionell ist etwas Anderes.

Ich will gewinnen

Ich will ab in den Urlaub nach Brasilien, weil dort nicht nur prima Fußball gespielt wird, sondern auch prima Urlaub zu machen ist.

Provokante Aufforderung: Sich mit dem konkreten Wettbewerb vernetzen

Franz Enzenhofer hat bei Gründerszene eine provokante Forderung aufgestellt: SEO’ler, linked auf Eure Mitbewerber.

Ohne groß darüber nachdenken zu müssen höre ich genau die Aufschreie, die er beschrieben hat in den Fluren meines Arbeitgebers: „Wir  unterstützen doch die Konkurrenz nicht“, „Die verlinken ja auch nicht auf uns“, „Warum sollten wir das tun“…

Ich würde gerne noch ein paar weitere Aspekte hinzufügen, wenn es darum geht, diese These und Forderung noch einer weiteren Überlegung zu unterziehen, statt sie gleich ad acta zu legen: Wer profitiert neben den Linkagenturen noch? Richtig – Google: denn wenn es die Unternehmen nicht schaffen, über SEO gut geranked und damit auffindbar zu sein, müssen sie über Google Adwords nachhelfen. Und dort steigt der Preis, wenn die Goole-eigenen Qualitätskriterien nicht zur Zufriedenheit des Anbieters erfüllt sind. Allein schon um diesem Quasi-Monopolisten ein Schnäppchen zu schlagen, sollte man sich zum Schulterschluss durchringen.

Spinnt man die Vorschläge einmal weiter, so lässt sich mit einer klugen Strategie hier auch einiges machen: So könnte man beispielsweise gezielt an den Stellen auf den Wettbewerb verlinken, wo das eigene Produkt besser ist – für Google Crawler macht das ja keinen Unterschied, für den Leser aber schon.

Eigentlich muss man sich also mal ernsthafte Gedanken darüber machen, wie man eine solche Strategie sinnvoll angehen könnte, ohne sich ins eigene Fleisch zu schneiden und/oder gegen Wettbewerbsrichtlinien zu verstoßen.

Interessanter Ansatz, wie ich finde.

Copyright © 2026 by: Gerti Windhuber • Design by: BlogPimp / Appelt Mediendesign • Foto: Pixelio • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.