Gerti Windhuber

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Rhein in Flammen

Feuerwerke sind viel zu schön, um sie nur auf die Neujahrsnacht zu beschränken. Gut, ab und zu gibt es eines bei Volksfesten oder anderen Nationalfeiertagen, aber das reicht immer noch nicht. Deshalb wollten wir dieses Jahr zu „Rhein in Flammen“.

Das ist eine gute Gelegenheit, gleich ein bißchen Köln mit anzuschauen. Mit dem Flieger geht es in knapp einer Stunde in die Mitte Deutschlands. Das Regionalticket ist für Münchner Verhältnisse sehr sehr günstig. Mit der Frühmaschine hat man auch noch Zeit für einen längeren Spaziergang durch die Stadt und kann einen Blick auf den weltberühmten Dom werfen.

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Außerdem ist noch eine Tour mit der Bimmelbahn drin; man fährt mit der Seilbahn über den Rhein und bevor es zurück geht spazieren wir eine Runde durch den Botanischen Garten. Da ergibt sich auch das eine oder andere Postkartenmotiv:

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Das ist aber alles nur Vorgeplänkel, denn das Hightlight ist natürlich die Abendveranstaltung. Etwas befremdlich ist die Altersstruktur – aber eigentlich sollte uns das nicht wundern, wenn man sich auf eine Pauschaltour einlässt. Vielleicht sollten wir uns einfach freuen, dass wir ausnahmsweise mal den Altersdurchschnitt senken…

Gut organisiert ist das Ganze ja, mit dem Bus vom Hotel nach Königstein, wo unser Boot wartete. Aber wenn der Musiker schon vor Beginn der Tour „An der Nordseeküste“ spielt, bleibt einem nichts Anderes übrig, als nochmal auszubüchsen und auf die Schnelle eine Erdbeerbowle und einen Schnäppi zu trinken. Das war völlig ausreichend, denn danach konnten wir ohne Stau auf unser Schiff. Das Glück war uns weiter hold, die beiden älteren Herrschaften, mit denen wir unseren Tisch auf dem Oberdeck teilten, erwiesen sich als umgänglich und gesellig. Leider hatten wir bei der Verlosung weniger Glück. Aber deswegen waren wir ja nicht da. Das Wetter war kalt, hielt aber aus, sodass man dem Spektakel auf dem Oberdeck folgen konnte.

Zunächst ging es noch eine Stunde Rheinaufwärts bis nach Linz, wo sich alle Boote trafen, um dann im Konvoy wieder zurück bis nach Bonn zu fahren. Geschätzt 60 – 80 Schiffe tummelten sich vor Ort bis es lansam anfing zu dämmern. Bereits im Halbdunkel wurden die ersten Raketen gezündet. Das folgende Lichterschauspiel aus beleuchteten Booten, Gebäuden an beiden Uferseiten und Feuerwerk ist wirklich atemberaubend und deshalb müsst Ihr jetzt auch durch eine ziemlich lange Bildergalerie:

Die Bilder beschreiben das Erlebnis aber nur unzureichend. Man muss einfach mal selbst dabei gewesen sein. Schön wäre es sicher auch, einen strategisch günstigen Standort am Ufer zu haben, wo ebenfalls kräftig gefeiert wird und man dem Pauschaltourismus etwas entkommen kann. Ziemlich spät und mit ganz tollen Eindrücken ging es zurück ins Hotel.

Bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten, ging es erneut in die Kölner Innenstadt, wo der Dom (für Carina), ein gemütliches Café und das Schokoladenmuseum besucht werden wollten. Eine Tafel selbst kreierter Lindt hat es auch mit nach Hause geschafft.

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