Gerti Windhuber

Webansichten

So überleben wir die Wiesn

In der heutigen Ausgabe von München erleben (Beilage der Süddeutschen Zeitung) haben die Oktoberfest-Experten der SZ-Redaktion einige Fragen beantwortet. Ich bin zwar kein Wiesn-Experte, aber bei den Fragen kann ich vielleicht auch mithalten:

Zelt: Ganz klar das Augustiner (weil’s Tradition ist) oder Käfer.

Bier: Da ich Bier nur zu solchen Gelegenheiten trinke, habe ich mir sagen lassen, dass das Augustiner das Beste ist und drunter machen wir es nicht.

Gegen den Rausch: Muss man da tatsächlich was unternehmen? Wiesn ist doch erst witzig, wenn alle einen gewissen Pegel aufweisen.

Zum Ausnüchtern: Bei Katerrezepten muss ich leider passen, denn ich hatte noch nie einen selbigen. Ausschlafen kann aber nie schaden 🙂

Wiesn-Lied: Ich bin für das gute alte „Marmorstein und Eisen bricht“, aber Dank dem Besuch der einen oder anderen Apres Ski Veranstaltung auch auf alle anderen einschlägigen Lieder geeicht.

Fahrgeschäft: Kettenkarusell, obwohl ich nicht ganz schwindelfrei bin. Der Ausblick ist einfach göttlich.

Anbandelabwehr: Ich beschäftige mich nur näher mit Leuten, die fehlerfrei und ohne Knoten in der Zunge „Oachkatzlschwoaf“ sagen und eine Kurzgeschichte dazu erfinden können.

Kleidung: Ganz klar das klassische Dirndl.

Bevorzugte Tage: Keiner – am liebsten würde ich gar nicht gehen

After Wiesn: Der Löwenbräu-Keller. Da ist ein bißchen gemäßigtere Wiesn-Stimmung und die Tram vor der Türe, wenn ich ganz schnell ganz müde werde.

Wiesn-Kultur-Tipp: Kabarett im Herzkasperlzelt auf der historischen Wiesn.

So, das wär’s von meiner Seite…

Wie die Interessen der Kontakte bei Xing und Facebook doch auseinander laufen…

Diese spannende Grafik habe ich im Graffiti-Blog gefunden. Ich denke, dass es bei meinen Kontakten auf Xing und Facebook ähnlich große Differenzen gäbe, auch wenn die Themen an sich etwas anders gelagert wären. Das kann verschiedene Gründe haben:

Zum einen decken sich die Kontakte auf beiden Plattformen nicht zu 100 Prozent. Ich habe ja mal versucht, Xing für Businesskontakte und Facebook für private Kontakte zu nutzen, was gleich mal gründlich schief gegangen ist.

So ist Xing seit der Entdeckung verschiedener Gruppen mehr und mehr auch zum Organisator meiner Freizeit geworden, weil es so schön einfach ist: die Einladungen flattern in den virtuellen Briefkasten und man braucht nur rechtzeitig „hier“ zu rufen. Die Events selber sind dann meist so professionell organisiert und man trifft jede Menge interessanter Menschen, die auch einfach nur Spaß haben. Da hat sich schon so mancher Geschäftskontakt zum Privatkontakt verwandelt. Und da spricht ja nichts dagegen: heutzutage verschmelzen Job und Privatleben ohnehin immer mehr. Auf der anderen Seite will man vielleicht nicht unbedingt, dass das komplette Privatleben ins Büro weitergetragen wird. Zumindest mir geht es so, dass ich gerne noch eine gewisse nicht öffentliche Rückzugsmöglichkeit brauche. Die gibt es aber nach wie vor, weil ja zum Glück nicht alle gleich Internet affin sind und ich immer noch die Freiheit besitze, einfach nichts über meine Aktivitäten im Internet zu veröffentlichen.

Inzwischen ist aus beidem ein Mischmasch geworden und ein geschickter Profiler könnte bei genauerem Hinsehen Rückschlüsse auf den Erstkontakt ziehen. Aber ist das wirklichso  interessant für Außenstehende und sollte man versuchen, diese Verbindung geheim zu halten? Es lässt höchtens das Fazit zu, dass ich kein Kontaktsammler bin und mit den meisten meiner virutellen Freunde auch schon offline mehr als zwei Sätze gewechselt habe. Insofern eher unkritisch.

Vielleicht sollte ich mal einen Vergleich der Profile meiner Kontakte ziehen, die auf beiden Plattformen vertreten sind und entsprechende Graftiken erstellen… Das wäre sicher auch aufschlussreich!

Zum anderen würde ich jetzt einfach mal ins Blaue hinein annehmen – ohne das im einzelnen überprüft zu haben – dass so mancher genau wie ich versucht hat, private Kontakte und geschäftliche zu trennen und deshalb auf Xing andere Interessen in den Mittelpunkt gestellt hat als auf Facebook.

Ich wünsche Dir Zeit!

zum Geburtstag habe ich ein Gedicht geschenkt bekommen, das sehr tief blicken lässt. Und damit ich mich immer daran erinnere und mich vielleicht auch manchmal daran halte, schreibe ich es hier auf:

Ich wünsche Dir nicht alle möglichen Gaben
Ich wünsche Dir nur, was die meisten nicht haben
Ich wünsche Dir Zeit, Dich zu freun und zu lachen
und wenn Du sie nützt, kannst Du etwas draus machen.

Ich wünsche Dir Zeit für Dein Tun und Dein Denken
nicht nru für Dich selbst, sondern auch zum Verschenken
Ich wünsche Dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche Dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben
Ich wünsche, sie möge Dir übrigbleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrauen
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schauen.

Ich wünsche Dir Zeit, nach den Sternen zu greifen
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen
Ich wünsche Dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche Dir Zeit, zu Dir selber zu finden
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden
Ich wünsche Dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben
Ich wünsche Dir: Zeit zu haben zum Leben!

von Elli Michler

Woran merkt man, dass der Sommer endgültig vorbei ist?

Eigentlich weiß ich es ja, aber trotzdem trifft mich immer wieder fast der Schlag, wenn ich Anfang September in den Supermarkt komme und dort die Weihnachtsmänner, Lebkuchen und Christstollen in die Regale geräumt werden. So ging es mir auch heute wieder.

Als ob es nicht reichen würde, dass es nachts bereits lausig kalt ist, jetzt läutet auch die Lebensmittelindustrie bereits die Vorweihnachtszeit ein. Eigentlich sollte man den Konsumzwang noch boykottieren und aus purem Trotz nochmal eine Party mit Caipirinha und aufgeschüttetem Sand feiern…

Google Instant Suche – ein Hype wird genauer unter die Lupe genommen

Google stellt mit Instant die neue Suche vor. Instant funktioniert „nur“ auf der Google Website, nicht in den Toolbars oder ähnlichen Features und kann auch deaktiviert werden. Reicht die Wer mit Google Instant sucht, erhält Ergebnisse in Echtzeit und Vorschläge für entsprechende Suchstrings. Berücksichtigt werden bei den Vorschlägen auch die Suchvorlieben der Nutzer und deren Standort. Darüber hinaus konzentrieren sich die Vorschläge auf besonders beliebte Keywords.

Für die Nutzer ist das Tool jedenfalls sehr praktisch: ich gebe Wetter ein und erhalte als erstes Ergebnis das Wetter für München. Bei Flug = Flughafen München und auch die Anzeigen sind entsprechend für Flughafen München Reisen, Mietwagen München, München Flüge etc.

Die Vorauswahl bedient sich eines Wortfilters, um unerwünschte Inhalte nicht weiter zu pushen, so bleibt die Seite bei „fic“ leer, erst wenn man einen weiteren Buchstaben eingibt, erscheint z.B. „fiction“. Und auch die Suche nach dem Mathematiker Slutsky muss extra bestätigt werden. Bleibt die Frage: ist das ein Bug oder ein Feature?

Wer bisher eher im Long Tail gesucht hat – also Suchen aus 3 oder mehr Worten verwendete, wird jetzt sicher beim Tippen sparen wollen und die vorgegebenen Suchbegriffe verwenden, wenn sie halbwegs passend sind.

Für SEO bedeutet die Instant Suche, dass es noch wichtiger wird, ganz oben in den Suchergebnissen zu erscheinen, weil die Nutzer stärker abgelenkt werden. Dies ist für einige Begriffe jedoch fast unmöglich. Oder man konzentriert sich auf andere Bereiche: die Bild- oder Videosuche, Google-Maps, Site-Links etc. sind einige Möglichkeiten.

Problematik bei Google Adwords: wie werden die Views gewertet, die teilweise nur für Sekunden zu sehen sind? Google will daher nur die Einblendungen zählen, die länger als 3 Sekunden angezeigt werden. Bezahlt wird weiterhin ausschließlich für Klicks. Der Wert der Annoncen auf den beliebten Keywords wird zunehmen und um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen die Bids entsprechend angepasst werden.

Außerdem gibt es Mutmaßungen, dass Google mittelfristig plant, auch die Vorschlagskeywords analog zu Twitter zu vermarkten. Macht aus meiner Sicht Sinn, denn Google ist ja auch nicht die Wohlfahrt, sondern will Geld verdienen.

Insgesamt wird es für die Suchenden aber auch für die gefundenen weniger Streuverlust geben, denn wenn beim Eintippen unpassende Ergebnisse angezeigt werden, verfeinert der Nutzer, bevor er lange klickt.

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