Gerti Windhuber

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Wien ist immer eine Reise wert – Teil 1

Ich war in letzter Zeit ganz schön viel unterwegs. Das hat sich einfach so ergeben, weil manches langfristig geplant war, anderes kurzfristig dazu kam. So ein langfristiges Ding war auch das Mädels-Wochenende in Wien. Die Planungen dazu begannen bereits im Dezember. Schnell war ein kostengünstiger Flug gefunden und dann auch ein (altbewährtes) Hotel mit dem Hotel Kunsthof.

Dort hatten wir bereits beim letzten Besuch gewohnt und es erwies sich auch dieses Mal wieder als das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Zimmer sind relativ klein, aber kuschlig und wer will schon die meiste Zeit auf dem Zimmer verbringen, sodass sich ein Luxushotel lohnen würde. Die Leute von der Rezeption und vom Service im Kunsthof sind der Wahnsinn. Kaum zur Tür drinnen, hatten sie schon die richtigen Schlüssel für uns parat und auch das Ausdrucken unserer Bordkarten ging schneller als ich das E-Mail-Programm schließen konnte. Ein ganz großes Lob.

Riesenrad WienDie Lage fast direkt am Prater bietet ebenfalls alles was das Herz begehrt und so begann unser Wochenende mit einem „Biergartenbesuch“ im weltberühmten Vergnügungspark Wiens. Hier darf auch das obligatorische Riesenrad-Bild nicht fehlen:

In Wien im Biergarten zu sitzen ist ein wenig anders – dort trinkt man weder eine Maß Bier noch gibt es Obazd’n. Stattdessen hatten wir Pfirsich-Spritzer (nicht zu verwechseln mit Aperol Sprizz) und ziemlich leckeres Essen von Cordon Bleu bis Oma-Schnitzel.

Vergleicht man den Prater als fest installierten Vergnügungspark zum Beispiel mit dem Oktoberfest, so fällt zu allererst auf, dass alles viel entspannter ist. Während sich auf der Theresienwiese an einem Tag bis zu 1 Mio. Menschen dicht an dicht drängen, kann man im Prater einfach so spazieren. Ich glaube, so entspannt habe ich noch keinen der Münchner Biergärten erlebt, wenn das Wetter ähnlich schön war. So beginnt nun wahrlich ein Wochenende wie ich es mir vorstelle.

Es war noch gar nicht so lange her als wir im Sommer bei 36 Grad und noch mehr Temperatur das letzte Mal hier waren. Damals haben sich die Aktivitäten auf die Katakomben im Stephansdom, das klimatisierte Café Sacher, die Dritter Mann Tour in der Wiener Kanalisation und ähnliche unterirdische, temperaturfreundliche Attraktivitäten beschränkt. Dieses Mal sollten es dann am Samstag die Klassiker sein. Ein kleines Rätsel – wo findet man diese Fensterfront?

Dach am Stephansdom in Wien

Richtig, das ist selbstverständlich der Stephansdom. Hier hatten wir die komplette Tour inkl. Fahrstuhlfahrt zum einen Turm, Schatzkammer und nochmal die Katakomben, die Petra und Geli ja noch nicht kannten. Carina und Geli sind auch noch auf den zweiten Turm, aber weil man den nur über die Treppen erobern kann, hab ich wegen meinem Knie lieber verzichtet, obwohl man von so weit oben tolle Dinge sehen kann. Mädels, wann kirege ich das Sofa für meine Dachterrasse? Muss aber eine ähnlich schöne Farbe haben!

Dachterrasse mit Sofa

Das will ich auch

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Citybikes

Von da oben kann man aber noch viel mehr sehen: Die Fahrräder zum Beispiel gehören zu Citybike Wien. Das ist sowas ähnliches wie die Leihfahrräder in München. Das wird auch echt gut angenommen. Wir haben kurzzeitig auch überlegt, ob das was für uns wäre, aber dann doch entschieden dass wir alles zu Fuß oder Öffentlich erreichen können. Von oben gesehen und während der Turmbesteigung der anderen ausgekundschaftet haben Petra und ich dann die Dachterrasse des Café Bar Bloom. Der richtige Ort für den Absacker bei Sonnenuntergang, weil die Aussicht wirklich schön ist.

Stephansdom nachts

Und so sieht das Ganze am Abend aus.

Und weil man so viel Kultur auf einmal gar nicht ertragen kann, führt der Weg unweigerlich zum Naschmarkt – dort gibt es jede Menge kulinarischer Köstlichkeiten, Probiermöglichkeiten und Gelegenheiten eine Menge Geld dort zu lassen. Besonders bemerkenswert fand ich den Viagro-Likör in bezeichnend stechendem blau.

Naschmarkt

Likör am Naschmarkt

 

Daneben ist mein Sortiment an Gewürzen um einige exotische Bestandteile erweitert worden und das Limetten-Chilli Chutney ist ebenfalls sehr lecker. Dass man das eigentlich nicht im Handgepäck transportieren darf und warum es trotzdem geklappt hat, ist eine andere Geschichte.

So ein wunderbarer Tag muss natürlich gebührend beendet werden. Das Centimeter war hier die Lokalität der Wahl. Danke an Elke und Günther für den Tipp. Das Lokal is urig eingerichtet, man bestellt auf der Karte mit Zentimetereinstellungen bekommt das Essen auf recht rustikale Weise serviert. Dass dort gleichzeitig Junggesellenabschied gefeiert wurde, hat irgendwie dazu gepasst.

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