Gerti Windhuber

Webansichten

Rotkäppchen im Web 2.0

Eigentlich soll das folgende Video U.S.-Kids auf die Gefahren von Facebook aufmerksam machen – aber ich finde, diese Neuinterpretation des Märchens Rotkäppchen auch sonst sehenswert:

Geschützt: Erste Fotos von der Baustelle

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Geschützt: Wie kommt das Projekt zu seinem Namen?

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Geschützt: Notartermin

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Nette Social Media Logos

Heute bin ich auf der Seite www.biergartler.de auf ein paar sehr nette Social Media Logos gestoßen, die auch gut zur Website passen. Hinter der Brezn befindet sich das Abo des entsprechenden RSS-Feeds, Aloisius Hingerl beliefert in seiner Funktion als quasi Götterbote mit dem E-Mail-Newsletter, das Twitter-Vögelchen hat einen Seppl-Hut auf und die Facebook-Seite schmücken zwei Maßkrüge, die sich angeregt unterhalten.

 

Mir gefällt die Idee dieser individualisierten Logos sehr gut, auch wenn sie sicher nicht auf jeder x-beliebigen Wesite zu verwirklichen ist.

Liveblogging: Traumjob oder fürchterlicher Stress?

Eigentlich sitzen wir an diesem Wochenende am Chiemsee zusammen, um über die Zukunft des Journalismus zu diskutieren. Und weil wir nach guten Beispielen suchen, wie eine Mediencommunity künftig aussehen könnte, bin ich auf einen interessanten Blogeintrag gestoßen. Liveblogging vom aktuellen Apple-Event klingt für mich erst mal ziemlich spannend.

Doch schon beim ersten drüber fliegen wird klar: das hat nichts mit dem Idealbild zu tun, das so mancher vor sich hat, wenn er den Beruf Journalist idealisiert. Ein Blogger ist kein Journalist? Auch darüber gibt es immer wieder Diskussionen – rein vom Tagesablauf her scheint es aber recht identisch zu sein.

Wahrscheinlich beneiden die meisten Otto-Normalos den guten Greg Kumparak um die Möglichkeit, von einem Event wie dem 2. iPad-Event von Apple zu berichten. Bekommen Blogger eigentlich auch so ein iPad zum testen? In dieser Phase des Product-Life-Cycle sicher nicht.

Dann kommt die Beschreibung, die einem doch zu denken geben sollte: Bereits die Vorbereitung am Vorabend zeigt, dass es sich beim Liveblogging um einen richtigen Job handelt, auf den man sich wie auf jeden anderen vorbereiten muss. Und wenn der Wecker um fünf Uhr morgens klingelt, nimmt der Spaßfaktor rapide ab. Hinzu kommt der Massenauflauf, der durch professionelle Organisation nur ein wenig kanalisiert und deshalb auch erträglicher gestaltet werden kann.

Es scheint einfach eine kritische Menge erreicht, die das ganze als Großveranstaltung mit allen Nachteilen qualifiziert. Der Run auf die besten Plätze trägt ebenfalls nicht dazu bei, dass ich mir unbedingt das Leben als Liveblogger wünsche.

Warum tut man sich einen solchen Wahnsinn dann an? Ich denke, die Lösung wird ziemlich am Anfang des Artikels beschrieben: man fungiert als Augen und Ohren für viele Interessierte, die nicht vor Ort sein können. Viele positive Kommentare auf der Website tun ein übriges.

Trusted Doc – ein konstruktiver Vorschlag, wie man den Plagiaten begegnen könnte

Die Plagiatsaffäre rund um Ex-Minister zu Guttenberg ist ja derzeit zumindest zeitweilig an jeder größeren Runde ein Thema – so auch gestern an unserem Mittagstisch in der Kantine. Keine Frage, dass ein derartiger Verstoß gegen das Urheberrecht nicht zu tolerieren ist. Interessant auch die Rolle von Social Media, der ja ein maßgeblicher Anteil am Rücktritt zugeschrieben wird. Ich finde aber auch, dass sich die Uni ein bißchen zu leicht aus der Affäre zieht – immerhin sollte eine Arbeit ja direkt bei der Erstkorrektur auf Plagiate geprüft werden und das Ganze nicht erst Jahre nach Verleihung der Doktorwürde hinter dem Ofen vorgezogen werden. Insgesamt wirft eine solche Affäre nämlich ein ziemlich schlechtes Licht auf die Qualität des Bildungswesens in Deutschland und das kann eigentlich nicht im Sinne des Erfinders sein.

Vor diesem Hintergrund ging auch die Kantinendiskussion. Florian hat bereits den ersten Aufschlag gemacht und unsere Gedanken zusammengeschrieben – vor allem aus der Sicht des Techies, der Wert darauf legt, dass die Prozesse im Netz ablaufen, transparent sind und die Crowd eingebunden wird. Seine Kriterien sind:

  • Die Arbeit ist jederzeit über eine eindeutige Internet-Adresse einsehbar
  • Die Beurteilung der Arbeit erfolgt durch mindestens zwei voneinander unabhängigen Einrichtigungen
  • Die Beurteilungen sind ebenfalls öffentlich einsehbar
  • Weitere vergleichbare Einrichtungen können die Qualtität der Arbeit zusätzlich bewerten und kommentieren

Unter dem zweiten Punkt stelle ich mir vor, dass zwar der Erstkorrektor von der Uni des Doktoranden kommt, die Zweitkorrektur aber von einem unabhängigen Experten der gleichen Fachrichtung einer anderen Uni kommen sollte. Zumindest für die Zweitkorrektur sollte der Verfasser der Arbeit anonym sein.

Warum sollte man seine Arbeit der Prüfung durch Trusted Doc unterziehen? Aus dem gleichen Grund, aus dem sich Online-Shops zur Zertifizierung mit Trusted Shops entschieden haben – Vertrauen schaffen. Ein solches Gütesiegel wertet die eigene Arbeit auf und gibt einem potenziellen Arbeitgeber zusätzliche Sicherheit, die allein durch die derzeit an den Universitäten praktizierten Korrekturverfahren nicht (mehr) gewährleistet sind.

Was spricht dagegen? Es gab bereits Kommentare, dass die Veröffentlichung der kompletten Arbeit, wie es Florian fordert, gegen die Persönlichkeitsrechte verstoßen. Selbstverständlich beruht eine solche Veröffentlichung auf Freiwilligkeit. Was in der Tat schwieriger wird, ist die Vermarktung der eigenen Arbeit – z.B. bei www.grin.de oder ähnlichen Plattformen. Hierfür ist noch eine Lösung zu finden. Beispielsweise könnte ich mir eine geschlossene Datenbank vorstellen, in der jeweils nur die entsprechenden Experten, die sich zur Verschwiegenheit verpflichten, die vollständige Arbeit einsehen und bewerten können. In diesem Fall würde Trusted Doc auch auf den Büchern als Gütesiegel fungieren.

Gerne würde ich weitere Ideen diskutieren, die unseren Vorschlag noch erweitern oder verbessern. Irgendwelche Ideen? Ab in die Kommentare damit.

Google integriert Filter für Rezepte

Ich habe immer ein waches Auge auf die neuen Features, die Google in seiner Suche zur Verfügung stellt. Das hat eigentlich einen beruflichen Hintergrund, aber machmal lässt sich Job und Privatleben eben nicht so deutlich trennen, denn mit dem neuen Feature kann ich zwar als Privatperson ziemlich viel anfangen, meiner Firma nutzt es in Sachen SEO aber rein gar nichts :-).

Derzeit ist die Funktion für Rezepte nur auf den amerikanischen Google-Seiten verfügbar, aber ich kann mir vorstellen, dass sie ziemlich bald auch für andere Sprachen kommt. Jetzt kann man also zu jedem beliebigen Suchbegriff nach Rezepten filtern. Das ist ziemlich praktisch, denn wenn man einen Begriff wie Chilli (ich hab einfach mal das Beispiel aus dem Video genommen) eingibt, bekommt man natürlich neben den Hinweisen zur Geschichte des Gerichtes, zu Restaurants, die sich auf Chilli spezialisiert haben auch noch viele Einträge zur Band Red Hot Chilli Peppers usw.

Der Filter eliminiert diese nicht gewünschten Ergebnisse, kann aber noch mehr: Die Suche lässt sich verfeinern nach Rezeptbestandteilen, Zubereitungszeit und Kalorien – wenn das mal nicht echt praktisch ist – Danke Google!

Völlig neu: BOOK

Ich bin ja bekennender Leser – ich weiß, ich weiß etwas antiquiert. Aber heißt es nicht Oldies but Goodies?! Und aus dieser Perspektive betrachtet hat so ein Buch doch eine Menge Vorteile…

Wie man einen Weltrekordversuch begleitet

Am Anfang stand eine verrückte Idee: ein paar Spieler aus dem harten Kern unserer Schafkopfrunde haben sich in den Kopf gesetzt ins Guiness Buch der Rekorde zu kommen. Die Vorbereitungen starteten bereits vor einer ganzen Weile und nahmen so ab Dezember richtig Fahrt auf. Neben den ganzen Bedingungen, die man für Guiness erfüllen muss, wurde auch noch ein Rahmenprogramm auf die Füße gestellt und ein paar Sponsoren gefunden. Details kann man auf der eigens eingerichteten Homepage zum Schafkopfspektakel nachlesen.

Gespielt wird im Spektakel – auch sonst der Ort unseres Kartenwirkens – und das rund um die Uhr. Guiness verlangt nun, dass ständig zwei unabhängige Zeugen anwesend sind und da wollte ich auch meinen bescheidenen Beitrag leisten. Meine erste Schicht hatte ich Freitag auf Samstag von 23 – 3 Uhr. Das war eigentlich ganz entspannt, denn bis ca. 2 Uhr waren immer noch ein paar Leute in der Kneipe. Aber für Guiness muss man jede Menge Formularkram ausfüllen und 1017 Dinge beachten.

Heute Nacht war ich dann von 3 – 7 Uhr dran. Natürlich war an vorher schlafen nicht wirklich zu denken und wenn um kurz nach 2 Uhr der Wecker klingelt ist das schon eine Hausnummer. Man schleicht aus dem Haus – sonst komme ich um die Uhrzeit ja eher heim… Und dann werden es doch ganz schön lange vier Stunden – länger darf man nämlich kein Zeuge sein. Kriegt man aber auch rum, wenn man sich eine Beschäftigung mitnimmt. Hier gilt meine allerhöchste Bewunderung den Spielern, die ja viel viel länger sitzen und Karten klopfen.

Haltet durch – mehr als die Hälfte ist schon rum und der Weltrekord ist unser!

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