Gerti Windhuber

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10 Erkenntnisse vom Münchner Barcamp am letzten Wochenende

Barcamp München

Barcamp München

Am letzten Wochenende war ich trotz herrlichstem Sonnenschein bei SUN Microsystems. Anlass war das Münchner Barcamp. Nach meinen ersten Gehversuchen auf dem Frauenbarcamp war ich doch sehr gespannt, wie es dieses Mal zugehen wird. Es gab schon die eine oder andere Gemeinsamkeit, aber auch Unterschiede, was ja nicht anders zu erwarten war, denn allein die Teilnehmerzahl differierte um ca. Faktor fünf. Die wichtigsten Erkenntnisse habe ich schon mal zusammengeschrieben:

 

1.                  Am besten sind die Sessions, die außerhalb des Mainstream angesiedelt sind (Stichwort: Zaubern).

2.                  Eine Nettiquette für Barcamp-Besucher ist dringend notwendig.

3.                  Ich muss mich jetzt doch mal bei Twitter anmelden und sehen, ob das was bringt.

4.                  Je weniger Erwartungshaltung, umso mehr profitiert man von den Sessions

5.                  Es war klasse, einige Frauen vom letzten Barcamp wiederzutreffen.

6.                  Ich barcampe also social networke ich (Carmen Hillebrand)

7.                  Die neue Unternehmer-GmbH könnte eine interessante Alternative werden.

8.                  Blogs bringen nur in den seltensten Fällen direkt Geld, dafür aber jede Menge Reputation und amortisieren sich deshalb indirekt.

9.                  Soziale Netzwerke funktionieren

10.              Es lohnt sich immer, sich die Zeit für ein Barcemp zu nehmen.

Barcamp in München am 11. und 12. Oktober 2008

Dieses Wochenende blickt die Barcamp-Welt wieder nach München. Bereits zum zweiten Mal ist Sun Microsystems Gastgeber für das Münchner Barcamp. Ich wage mich nach meiner Premiere beim Frauen-Barcamp zum ersten Mal in die Höhle des Löwen.

Ich bin schon sehr gespannt, ob es dieses Mal genauso ablaufen wird. Auf jeden Fall freue ich mich auf spannende Vorträge und interessante Kontakte.

Weiter geht’s mit Nutzeraktivierung

Podcasting ist im anderen Raum. Hier sprechen wir über Nutzeraktivierung in Communities.

Normal gewinnt man zunächst Nutzer über verschiedene Marketingmaßnahmen. Im schlimmsten Fall melden diese sich einmal an und kommen dann nie wieder. Wie bekommt man sie dazu, sich mindestens einmal im Monat einloggen, die bewerten, die sich mit anderen vernetzen und sich ggfs. auch offline treffen.

Erfahrungen aus Groops:

  • Jeden Nutzer persönlich begrüßen (personalisierte Nachrichten)
  • Hilfestellung anbieten
  • In Dialog mit dem Nutzer treten
  • Als sich Gruppen gebindet haben, Gruppengründer angesprochen und Unterstützung angeboten
  • Treffen in Berlin, Hamburg und München veranstaltet
  • Aktive Nutzer einbinden

Bei eBay gibt es ebenfalls Stammtische, um die Kundenbindung zu stärken.

Es gibt viele Nutzer, die die neuen Tools nicht verstehen. Je mehr Tools zur Verfügung stehen, umso mehr verwirrt man die nicht Internt-affinen Nutzer.

Bei StudiVZ hat man zuerst Männer und Frauen mit besonderen Gruppen geködert. Dann wurden besonders aktive Nutzer mit dem Label „Campus Captain“ geködert. Geld ist hier eher nachrangig, Campus Captains haben stattdessen mehr Rechte, z.B. Zugang zu geschlossenen Gruppen.

Bei guteFrage.de müssen sich User registrieren, um eine Frage zu stellen. Die User dauerhaft zu halten, wird eine spannende Aufgabe. Zunächst wird mit Erklärungen, Informationen etc. gearbeitet, um die Nutzer wieder auf die Plattform zu holen. Aktive Nutzer bekommen nach einer Weile einen Reminder.

Es gibt drei Phasen: Akquisition, Activation, Action. Zunächst kann man die Nutzer über AdWords gewinnen, auch die ersten Aktionen lassen sich noch so abfangen, aber dauerhafte Aktionen gehen über Reputation.

Best Practice: Quick – wenn man sich anmeldet hat man seinen persönlichen Guide für Fragen und Antworten und bekommt von ihm noch eine persönliche E-Mail. Fragen: ist das immer der gleiche? Bekommen Frauen einen Mann und Männer eine Frau als Guide?

Feierabend.de – E-Mail mit höchstem Personalisierungsgrad, unterschrieben vom Vorstand von Feierabend.de – mit allen Kontaktdaten.

PosterUS – ohne Anmeldung kann man Dateien auf die Seite laden, diese wandelt es um und veröffentlicht es. E-Mail: xxx folgt Dir (Gründer) und hat einen Kommentar auf die Seite gepostet (statt Welcome-Mail).

Qype: durchsucht Blogs nach Erwähnung und sagt DANKE.

Experteer: Wenn ein Nutzer von einem Headhunter angepinged wird, bekommen sie eine Mail mit 2 Wochen gratis Premiumnutzerschaft. Die meisten Nutzer kaufen nach.

Im nächsten Schritt muss aber Mehrwert kommen, nur über Marketing kann man keine nachhaltige Bindung an eine Community erzielt.

Als nächstes kommt meine eigene Session zu „Sicherheit in sozialen Netzwerken“, deshalb kein Post dazu – das mache ich in aller Ruhe zu einem späteren Zeitpunkt.

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