Folgendes Video hat vor ein paar Tagen jemand auf Facebook geposted mit dem Kommentar “bisher dachte ich immer tanzen und fußball vertragen sich nicht. echt super clip”.
Dem kann ich mich eigentlich nur anschließen. Ich gehöre ja eher zur bedrohten Spezies, die beides gut findet, aber ich merke auch, dass man damit weder bei den Tänzern noch bei den Fußballfans groß rauskommt. Aber dieser Film spricht ganz sicher beide Zielgruppen an und ist schon deshalb und wegen des integrativen Charakters wert, dass man ihn weiterverbreitet, was ich hiermit gerne tue.
geschrieben am 19. August 2010 um 20:27 Uhr von Gerti Windhuber gespeichert unter Kultur|kommentieren »
Thomas Fischermann hat in der ZEIT einen amüsant zu lesenden Artikel geschrieben. Ego-Googeln nennt man das und eigentlich ist es auch für jeden Blogger total selbstverständlich, dass er seinen Namen ab und zu mal durch Google jagt. Und wenn man es richtig anfängt, sollte das Ergebnis eigentlich weder Panik-Attacken noch Schwindelanfälle hervorrufen.
Bei Facebook hat Herr F. ja bereits einiges richtig gemacht, nämlich sein Profil nicht für die gesamte Menschheit freigegeben. Und wenn Bedenken bezüglich des Passworts bestehen, sollte man auch hier einfach nichts posten, was nicht für fremde Augen und Ohren bestimmt ist. Eine entsprechende Möglichkeit gibt es im übrigen auch für Amazon. Enthält der Wunschzettel wie bei mir Produkte, die zu falschen Rückschlüssen führen könnten und benutzt man ihn lediglich als persönliche Gedankenstütze, sollte er nicht freigegeben sein.
Jugendsünden? Da hilft nur eines: Augen zu und durch. Nach und nach sollte es sich auch bei hartgesottenen Personalern durchsetzen, dass ideale Bewerber nicht immer einen makellosen Lebenslauf haben. Spezialisten und Individualisten zeichnen sich durch Macken, Ecken und Kanten aus. Wer das nicht einsieht, läuft Gefahr, die besten Kandidaten erst gar nicht zu berücksichtigen. Und mal ehrlich: wer will wirklich für einen Arbeitgeber tätig werden, für den man sich allzu sehr verbiegen muss?
Im Normalfall halte ich es nicht unreflektiert mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern, aber ab und zu haben die wirklich Inhalte, die man niemandem vorenthalten sollte. So zum Beispiel im folgenden Video:
Obwohl ich durchaus ein Verfechter von Sozialen Netzwerken bin und den Nutzen dahinter erkenne, schließe ich meine Augen nicht vor den Gefahren. Ich nutze die Möglichkeiten, meine Daten und die meiner Freunde so gut wie möglich zu schützen. Der allerbeste Schutz ist aber immer noch, vor dem Veröffentlichen im Internet gut nachzudenken und erst dann “publish” zu klicken, wenn es wirklich jeder sehen darf.
Private Nachrichten, Bilder und Videos sollten nach wie vor privat bleiben.
geschrieben am 3. August 2010 um 19:40 Uhr von Gerti Windhuber gespeichert unter Web 2.0|kommentieren »
Während man überall Fassungslosigkeit, Bestürzung, Mitgefühl und Empathie für die Kathastrophe in Duisburg liest, ist es mal wieder Eva Hermann, die sich eine geschmacklose verbale Entgleisung leistet: Eva Hermanns Pamphlet zum Love-Parade Unglück in Duisburg hat mir den Atem stocken lassen und – was selten vorkommt – mir fehlen tatsächlich die Worte!
Wie kann sich jemand Journalist nennen und so überhaupt nicht nach den Grundsätzen des Berufsethos handeln? Unabhängiger Standpunkt – Fehlanzeige. Hintergründe soll der Artikel angeblich liefern, was einen stattdessen erwarten, ist schlimmste Polemik. Wer gerne feiert und eine bestimmte Musikrichtung hört, muss doch nicht automatisch Drogen konsumieren. Hand aufs Herz, Frau Hermann, gibt es von Ihnen keinen Schnappschuss der aussieht als ob Sie eine Nacht durchzecht hätten, obwohl Sie einfach nur in einen Gewitterschauer geraten sind? Dann herzlichen Glückwunsch… Professionell ist etwas Anderes.
geschrieben am 27. Juli 2010 um 13:35 Uhr von Gerti Windhuber gespeichert unter Allgemein|kommentieren »
Ohne groß darüber nachdenken zu müssen höre ich genau die Aufschreie, die er beschrieben hat in den Fluren meines Arbeitgebers: “Wir unterstützen doch die Konkurrenz nicht”, “Die verlinken ja auch nicht auf uns”, “Warum sollten wir das tun”…
Ich würde gerne noch ein paar weitere Aspekte hinzufügen, wenn es darum geht, diese These und Forderung noch einer weiteren Überlegung zu unterziehen, statt sie gleich ad acta zu legen: Wer profitiert neben den Linkagenturen noch? Richtig – Google: denn wenn es die Unternehmen nicht schaffen, über SEO gut geranked und damit auffindbar zu sein, müssen sie über Google Adwords nachhelfen. Und dort steigt der Preis, wenn die Goole-eigenen Qualitätskriterien nicht zur Zufriedenheit des Anbieters erfüllt sind. Allein schon um diesem Quasi-Monopolisten ein Schnäppchen zu schlagen, sollte man sich zum Schulterschluss durchringen.
Spinnt man die Vorschläge einmal weiter, so lässt sich mit einer klugen Strategie hier auch einiges machen: So könnte man beispielsweise gezielt an den Stellen auf den Wettbewerb verlinken, wo das eigene Produkt besser ist – für Google Crawler macht das ja keinen Unterschied, für den Leser aber schon.
Eigentlich muss man sich also mal ernsthafte Gedanken darüber machen, wie man eine solche Strategie sinnvoll angehen könnte, ohne sich ins eigene Fleisch zu schneiden und/oder gegen Wettbewerbsrichtlinien zu verstoßen.
Interessanter Ansatz, wie ich finde.
geschrieben am 9. Juni 2010 um 19:01 Uhr von Gerti Windhuber gespeichert unter Web 2.0|kommentieren »
Es ist zwar bereits zwei Wochen her, aber ich habe ein wenig Abstand gebraucht, um meine Erfahrungen niederschreiben zu können: Der Wochenend-Trip stand nicht wirklich unter einem guten Stern. Dabei hatte alles so gut angefangen. Um die Jahreswende gab es ein besonders günstiges Hotelangebot von Hilton und flugs war das Hilton Docklands gebucht. Ein günstiger Flug fand sich ebenfalls schnell bei Easyjet. Und dann gab es erst mal eine ganze Weile Vorfreude.
Zuerst kam die Aschewolke
Der Termin rückte näher und dann brach irgendwo in Island ein Vulkan aus – nicht dass wir beunruhigt gewesen wären (das ist jetzt völlig anders). Aber prompt hatten wir uns das Wochenende ausgesucht, an dem der komplette europäische Luftraum gesperrt war. Also erst mal jede Menge Hektik, Urlaub beim Arbeitgeber durchdrücken (zum Glück kein Problem), Flug umbuchen (auch völlig easy) und Hotel umreservieren (auch ok, sobald man die richtigen Leute an der Strippe hat). Und dann ging es endlich los. Alles lief problemlos bis zur Einreise am Flughafen in London-Gatwick. Nach mehrmaliger Überprügung fragte der Beamte bei der Einreise, ob mein Personalausweis gestohlen gemeldet gewesen sei? Das war er in der Tat – die Aktion lag allerdings schon einige Zeit zurück. Ich hatte darüber berichtet. Und selbstverständlich hatte ich auch gemeldet, dass ich meinen Personalausweis wiederbekommen hatte. Nur offensichtlich fand diese Informationen ihren Weg in die Polizeiakten nicht und der PA hatte weiterhin den Status gestohlen. Deshalb wurde er auch eingezogen und ich erhielt lediglich ein Schreiben, das den Sachverhalt darstellte sowie eine Kopie.
Ein Anruf bei der Botschaft war Freitagnachmittag erfolglos. Fast möchte man sagen “logisch”. Also haben wir erst mal das viel schönere Wetter in London genossen und unser Besuchsprogramm erledigt. London Eye und Tower, lecker Indisch essen und abends ins Pub .
Gestrandet in London
Wahrscheinlich war ich etwas naiv, weil ich dachte, das Problemchen mit dem PA bei der Ausreise am Flughafen klären zu können und ebenso der Meinung war, dass man mich schon wieder nach Hause lassen würde. Nur dem war leider nicht so. Richtig Ahnung schien am Flughafen auch niemand zu haben und nach unzähligen Telefonaten – unter anderem mit dem Auswärtigen Amt, einer Notrufnummer der Botschaft und ein paar Freunden zu Hause wurde mir langsam klar, dass ich wohl an diesem Abend München nicht mehr sehen würde. Also erst mal die Begleitung eingechecked, den Flug umgebucht, ein Zugticket zurück in die City beschafft und ein Hotel zwischen Bahnhof und Botschaft gefunden. Der ganze Spaß für die eine Nacht war teurer als das eigentliche Wochenende.
Zurück in der Heimat
Danach lief zum Glück alles reibungslos: Das Hotel war in Ordnung und ich bekam sogar ein kostenloses Upgrade, weil ich der Mitarbeiterin an der Rezeption mein Leid geklagt hatte. Auch auf der Botschaft waren die Leute extrem nett zu mir. Der gute Rat, nach einem Diebstahl auf jeden Fall alle Ausweisdokumente erneuern zu lassen kam jedoch für mich zu spät.
Auch wenn ich die ersten beiden Wochen nach dieser Erfahrung keinen Reisenewsletter mehr geöffnet habe, im Nachhinein ist mir die Lust zum Wegfahren doch nicht völlig vergangen.
Noch vor ein paar Tagen habe ich Euch ja erzählt, welche Nebengeräusche vor unserem London-Trip standen. Und dann auf einmal löst sich alles wie von alleine. Da lässt sich der Flug problemlos auf ein anderes Wochenende umbuchen. Und dann der Anruf bei Inbound Reservations – keine Ahnung, warum es beim Hilton mehrere Stellen für Reservierungen gibt. Nachdem mich die normale Reservierung bereits abgeschmettert hatte und als letzte Möglichkeit die (englischsprachige) Inhouse-Stelle blieb, habe ich mich natürlich mit vielen Argumenten bewaffnet, damit es doch noch klappt mit unserem Hotelzimmer zum Sonderpreis. Letzteres war das Problem, weil man diese günstigen Angebote nicht umbuchen darf. Aber so ein Vulkanausbruch ist ja auch nicht normal und so wollte ich ein wenig auf die Tränendrüse drücken.
Und dann die Überraschung: Ich erzähle von meinem Problem und die Dame am anderen Ende fragt nach meinem Wunschtermin und ob sich noch was an der Dauer ändert und dann sagt sie – ich habe das für Sie umgeändert. Da war ich erst mal baff. So unkompliziert hatte ich mir das nicht vorgestellt. Danke HILTON.
geschrieben am 28. April 2010 um 19:56 Uhr von Gerti Windhuber gespeichert unter Allgemein|1 Kommentar »
… dann kann er im Normalfall etwas erzählen. Bei mir ist das häufig so, dass es mehr zu erzählen gibt, als mir lieb ist. So zum Beispiel vorletztes Wochenende. Wir hatten lange geplant, uns mal ein wenig in London herumzutreiben.
Den Trip hatte ich mit Billigflug und Hotelschnäppchen im Hilton organisiert – und das schon zu Anfang des Jahres. Genug Zeit also, ausgiebig zu planen und sich zu freuen. Und dann macht einem ein Vulkan mit unaussprechlichem Namen einen Strich durch dir Rechnung. Das ist irgendwie nicht fair.
Die Fluglinie hat gleich mit der Stornierung des Fluges die Möglichkeiten zur Umbuchung bzw. Rückerstattung geschickt. Mit dem Hilton habe ich telefoniert und auch hier eine relativ großzügige Regelung: bis zum 16. Mai sollte ich die Möglichkeit haben, unsere Zimmer einfach umbuchen zu können.
Nach einigem hin und her – neuem Urlaubsantrag und erfolgreicher Wiederaufnahme des Flugverkehrs – dachte ich, jetzt ist nur noch der Anruf zum Umbuchen des Zimmers fällig. Und schon wartet wieder eine böse Überraschung: angeblich kann ich das Zimmer nicht noch einmal umbuchen und müsste jetzt am 16. Mai anreisen oder neu buchen und auch nochmal bezahlen. Das ist natürlich völlig unsinnig, weil ich dann weder einen Flug noch irgendwer Urlaub bekommt.
20 Minuten habe ich auf die Reservierungstante eingeredet – aber völlig erfolglos. Und jetzt bleibt nur mehr Inbound Marketing als letzte Chance. Drückt mir die Daumen, dass ich die morgen überzeugen kann, dass wir nächstes Wochenende fliegen können, sonst sind auch noch die Flugtickets für den Ofen…
geschrieben am 25. April 2010 um 23:31 Uhr von Gerti Windhuber gespeichert unter Allgemein|1 Kommentar »
Ohne Kaffee bin ich morgens zu nichts zu gebrauchen und am Besten hätte ich noch jemanden, der ihn mir einflößt – nur nicht zu viele Aktionen oder gar denken, bevor das Gebräu wirkt!
Deshalb habe ich jetzt auch DEN Kaffeebecher für mich entdeckt: Da braucht man nicht mal mehr selbst umrühren. Das macht das Ding von ganz alleine.
Das einzige, was mich noch abhalten könnte – was passiert mit dem schönen Milchschaum, wenn man den Kaffee so durch die Gegend quirlt?